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Abschlussfeier 2020

„Der Boden ist bereitet“ 

34 frischgebackene staatlich geprüfte Erzieherinnen und Erzieher freuten sich am vergangenen Freitag darüber ihre Zeugnisse entgegenzunehmen und damit ihre fünfjährige Ausbildung an der FAKS zu beenden. Zwar musste die Abschlussfeier heuer Corona bedingt etwas anders ablaufen, dennoch sollte es ein würdiger Abschluss für die Berufspraktikanten werden.

War es doch auch ein Abschied im doppelten Sinne. „Wir haben oft darüber gesprochen, Übergänge sind wichtig. Sie stehen am Anfang Ihres Berufslebens, ich am Ende“, begann Christa Walter ihre Ansprache. Sie verabschiedet sich, nachdem sie die Fachakademie mit aus der Taufe gehoben und 24 Jahre lang prägend begleitet hatte, nun in den wohlverdienten Ruhestand. „Wir wollten ein Feld der Vielfalt schaffen auf dem man gut wachsen kann“, erinnerte sie sich und schlug beim Bild der Landwirtschaft bleibend, den Bogen vom Kindergarten hin zur modernen Kita. „Wie in der Landwirtschaft soll alles schnell und effektiv werden. „Stellen Sie sich dagegen, wenn der Zeitgeist der Optimierung auch in den Kindertagestätten Einzug halten soll. Wenn Sie in ihren Herzen Kindergärtner bleiben, dann kann die neue Generation auch wachsen und gedeihen“, gab sie den Absolventen mit auf den Weg.

Einen Gedanken, den Kevin Beller aufgriff, der im Namen der Studierenden die Abschlussansprache hielt. „Wir wollen unser Leben denen widmen, die es am meisten verdient haben“, betonte er. Die Ausbildung an der FAKS sei geprägt gewesen von Herzlichkeit und oft auch schonungsloser Ehrlichkeit. Beides Eigenschaften die die Studierenden zu schätzen gelernt hatten. Mit einem humorvollen Blick verabschiedete Gabriel Weule seine Mitschüler. Musikalisch fragte er sich: „Was lief schief in meinem Leben, dass es in meinem Freundeskreis nur Pädagogen gibt…?“

Nach einem kurzen besinnlichen Teil, der von Tanja Buchholz gestaltet wurde, endete die Feierstunde und die Absolventen konnten durch einen vorbereiteten Rosenbogen treten und damit bewusst den Übergang zu ihrem neuen Lebensabschnitt vollziehen. 

Wir gratulieren unseren Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihren Abschlüssen und wünschen ihnen für ihren weiteren Werdegang alles Gute.

 

Der Bundestag hat in seiner Sitzung vom 14.02.2020 eine Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) beschlossen. Was zunächst etwas nüchtern klingt verbessert die Bedingungen für die Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher eklatant! 

In einem Satz zusammengefasst bedeutet die Gesetzesnovelle: 

Angehende Erzieherinnen und Erzieher erhalten in den beiden Jahren des Vollzeitstudiums Aufstiegs-BAföG in Höhe von monatlich 783 Euro*

(*für Familien mit Kindern und/oder Alleinerziehende gibt es noch zusätzliche Förderungen)

Nähere Details und Antworten auf die wichtigsten Fragen erhalten Sie hier: 

Was ist das „Aufstiegs-BAföG“ und wer bekommt es? 

Das Aufstiegs-BAföG (vormals „Meister-BAföG“) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung kurz so zusammengefasst: 

„Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) ist das Äquivalent zum BAföG in der beruflichen Bildung. Das Aufstiegs-BAföG fördert die Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse. Dazu gehören Meisterin und Meister genauso wie Erzieher, Betriebswirtin, Technikerin und Fachwirt“[1].

WICHTIG: AUCH SCHÜLER IM SCHULVERSUCH "FACHKRAFT FÜR GRUNDSCHULKINDBETREUUNG" ERFÜLLEN IM ERSTEN AUSBILDUNGSJAHR DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE AFBG FÖRDERUNG! 

Was ändert sich beim AFBG?

Neben vielen anderen Verbesserungen durch die Gesetzesnovelle ist für angehende Erzieherinnen und Erzieher besonders folgender Aspekt bedeutend: 

Die Unterhaltsförderung wird angepasst -  sie muss künftig nicht zurückgezahlt werden!

Bisher wurde die sogenannte „Unterhaltsförderung“, also der Betrag, den AFBG- Berechtigte monatlich erhalten haben, in Form eines Zuschusses (337 €) und Darlehens (439 €) gezahlt (insgesamt 776 €). Ab 09.2020 wird der Unterhaltsbeitrag nur noch als Vollzuschuss, also ohne Darlehensanteil gewährt. Zusätzlich erhöht sich ab August bzw. September 2020 auch der Unterhaltsbeitrag insgesamt. Er liegt dann bei 783 € - ganz ohne Darlehen.

Was ist der Unterschied zwischen dem „Aufstiegs-BAföG“ und dem „Schüler-BAföG“? 

Der wesentliche Unterschied ist, dass das Schüler-BAföG abhängig vom Einkommen der Eltern ausbezahlt wird. Das Aufstiegs-BAföG ist davon unabhängig -  Künftig ist Außerdem ist das Aufstiegs-BAföG auf jeden Fall die höhere Leistung im Verhältnis zum Schüler-BAföG (höchstens 716 €).

Wir von der Sankt-Christophorus-Fachakademie freuen uns darüber, dass die Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher dadurch enorm aufgewertet wird und hoffen, dass sich viele engagierte und interessierte Leute für diesen spannenden und tollen Beruf entscheiden. Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen persönlich, kontaktieren Sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder der Telefonnummer 09521 9528280.

                                               

[1] Bundesministerium für Bildung und Forschung . (2020). Abgerufen am 03 2020 von 

https://www.bmbf.de/de/weiterkommen-mit-dem-aufstiegs-bafoeg-879.html

Neue, zweijährige Ausbildung zur

Pädagogischen Fachkraft für Grundschulkindbetreuung

Seit September 2019 bietet die Sankt-Christophorus-Fachakademie für Sozialpädagogik in Haßfurt im Rahmen eines Modellversuches des Kultusministeriums die „Fachschule für Grundschulkindbetreuung“ an.   

Nur in Haßfurt und München

Besonders hervorzuheben gilt, dass aktuell von den  64 Fachakademien in Bayern lediglich zwei Fachakademien in München und eben Haßfurt diese Ausbildung in Gesamtbayern anbieten. Neben der Landeshauptstadt hält somit noch das „gallische Dorf“ Haßfurt die Bildungsfahne in diesem Bereich für den gesamten Freistaat hoch. Nach 25-jähriger Erfahrung als Fachakademie fließt reichlich Erfahrung in die Lehre und vor allem in den wertschätzenden Umgang mit den angehenden pädagogischen Fachkräften ein. Eine Ressource, die die Fachakademie sehr gerne nutzt. 

Das Angebot richtet sich dabei insbesondere an Menschen, die nach neuen Herausforderungen suchen oder einen sinnstiftenden, krisenfesten, Beruf ergreifen möchten und Spaß an der Arbeit mit Kindern im Grundschulalter mitbringen.

Rahmenbedingungen: 

Die zweijährige Ausbildung ist in zwei Abschnitte gegliedert: 

  • Einen überwiegend theoretischen ersten Ausbildungsabschnitt (ein Schuljahr Vollzeitunterricht mit unterschiedlichen Praxisphasen) und
  • Einem vergüteten Praktikum von zwölf Monaten in einer selbst gewählten Einrichtung (Berufspraktikum), das von der Fachschule begleitet wird

Nach erfolgreichem Abschluss wird die bayerische Berufsbezeichnung „Pädagogische Fachkraft für Grundschulkindbetreuung“ verliehen, die Absolvent*innen können in folgenden Arbeitsfeldern tätig sein: 

Schulische Angebote: 

  • einfache und verlängerte Mittagsbetreuung
  • offene Ganztagsschule (an Grundschulen)
  • gebundene Ganztagsschule (an Grundschulen) 

Angebote der Kinder- und Jugendhilfe:

  •  Horte 
  • Häuser für Kinder (Gruppen für Kinder ab 6 Jahren) 
  • gegebenenfalls altersgeöffnete Kindergärten

 

Zulassungsvoraussetzungen:

Für die Aufnahme in das erste Schuljahr müssen alle der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • einen mittleren Schulabschluss, 
  • eine berufliche Vorbildung durch eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf mit einer Regelausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren, 
  • einen Nachweis über eine sechswöchige praktische Tätigkeit in einem der oben genannten Tätigkeitsfelder
  • den Nachweis über die gesundheitliche Eignung für den Beruf und
  • ein erweitertes Führungszeugnis. 

Auch hier gilt: Sollten Sie zu einem dieser Punkte individuelle Fragen haben - nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! 

Attraktive Bedingungen für die Ausbildung:  Förderung über die Bundesagentur für Arbeit oder AFBG Förderung ("Meister- BAFöG") möglich!

Die Fachakademie befindet sich momentan mitten in der Durchführung der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung), so dass ab kommenden Schuljahr sogenannte Bildungsgutscheine der Bundesagentur für Arbeit angenommen werden dürfen und dadurch die Weiterbildung zur pädagogischen Fachkraft für Grundschulkindbetreuung finanziell unterstützt wird.

Nach der aktuellen Änderung des "Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz"(AFBG, vormals "Meister-BAföG) kann auch die Ausbildung zur Fachkraft für Grundschulkindbetreuung gefördert werden. Nähere Informationen dazu finden Sie unter https://www.fakshassberge.de/aktuelles/nachrichten/neue-attraktive-bedingungen .

Für Rückfragen zur Ausbildung und Fördermöglichkeiten können sich Interessierte direkt an die Sankt-Christophorus-Fachakademie in Haßfurt unter 09521/9528280 oder über deren Homepage www.fakshassberge.de wenden.

 

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